Workation: Arbeiten an den schönsten Orten dieser Erde

Ein Trend der 2021 noch in Kinderschuhen steckt, aber definitiv jede Menge Potential verspricht: Workation. Ein Phänomen, das die Grenzen zwischen Arbeit und Urlaub verschmelzen lässt. Du möchtest wissen, was es damit auf sich hat? Wir zeigen es dir!

Seit jeher möchten wir alle eine Sache strikt trennen: Urlaub und Arbeit. Mobiltelefon ausschalten, die Gedanken an die Arbeit ausblenden und das Leben am Strand mit einem Cocktail in der Hand genießen. Zumindest war es bisher meist so. Doch der neue Reisetrend zeigt, dass es auch anders geht. In der Pause zwischen zwei Meetings schnell ins Pool hüpfen, um sich abzukühlen – klingt nach einem ungewöhnlichen Arbeitstag. Doch genau darum geht es bei einer Workation, welche übrigens zu der New Work Bewegung zählt. Menschen reisen an ferne, oft unbekannte Orte, um diesem neuartigen Arbeitsmodell nachzugehen. Die Digitalisierung macht’s möglich.

Workation? Warum eigentlich?

Für die einen ist es ein Tapetenwechsel, um dem tristen Alltag zu entfliehen. Für die anderen die optimale Gelegenheit, um mehr als 5 Wochen Urlaub dazu zu nutzen, neue Orte, Menschen und Kulturen kennenzulernen. Ein Wechsel vom gewohnten Schreibtisch zum schattigen Plätzchen am Pool kann oft Wunder bewirken. Insbesondere dann, wenn man neue kreative Lösungsansätze oder Inspiration dringend benötigt. Doch auch wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen, kann das neue Arbeitsmodell durchaus in Erwägung gezogen werden. Viele Reiseanbieter von Workation-Modellen haben sich darauf spezialisiert branchenspezifische Reisen zu organisieren. Doch auch mit Menschen aus unterschiedlichen Branchen zusammenzuarbeiten, kann gewinnbringend und bereichernd sein.

Work-Life-Balance: Der richtige Mix aus Arbeit und Urlaub

Eines ist klar: Die Arbeit sollte während einer Workation nie zu kurz kommen. Auch wenn die Ablenkung hier mehr gegeben ist als in den eigenen vier Wänden. Arbeit und Urlaub zu vereinen hat das Ziel, alte Gewohnheiten oder Strukturen zu hinterfragen und diese durch neue zu ersetzen. Die Mittagspause eignet sich perfekt, um den Markt um die Ecke zu erkunden und sich durch kulinarische Leckereien zu kosten? Dann tu' das auch! Hier gibt es keine in Stein gemeißelte Regel, wann „Work“ oder „Vacation“ auf dem Plan steht. Wichtig: Räume deiner Workation genug Platz für Flexibilität ein. 

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Die zunehmende Digitalisierung und das Internet ermöglichen es, die Arbeit von überall aus zu erledigen. 

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Pause gefällig? Dann erkunde bei einem Strandspaziergang die Umgebung.

Wie plane ich eine Workation?

Eigentlich ist die Planung genauso wie bei einer „gewöhnlichen“ Reise. Entweder du planst auf eigene Faust, oder du lässt dich durch einen Reiseanbieter beraten und buchst anschließend. Egal, wohin es dich verschlägt, ein paar Punkte sollten bei der Planung beachtet werden, damit ein konzentrierter Arbeitsalltag möglich ist. Arbeitest du lieber ruhig und ein hoher Lärmpegel lenkt dich ab? Dann solltest du bei deiner Unterkunft beachten, dass du dich bei deiner neuen Arbeitsumgebung zurückziehen kannst. Eine gute Internetverbindung, ein für dich angenehmes Mobiliar und die notwendige technische Ausstattung dürfen natürlich auch nicht fehlen. 

Warum das Konzept nicht für jeden geeignet ist

Die klare Voraussetzung: Du solltest ortsunabhängig arbeiten können. Gerade durch die Pandemie und die zunehmende Digitalisierung und Home Office können viele Menschen ihre Arbeit von überall aus erledigen. Selbstständige und Freelancer begannen schon vor einiger Zeit, ihre Arbeit an Orte zu verlegen, welche sich nicht unmittelbar in der Nähe des eigenen Büros befinden mussten. Doch mittlerweile sind es nicht nur digitale Nomaden, die das Konzept der Workation nutzen. Zahlreiche  Startups, mittelgroße Unternehmen und sogar Konzerne  bieten diese Form von New Work an. Es gibt die Möglichkeit, ganze Abteilungen gemeinsam auf Workation zu schicken, um produktives Arbeiten und Teambuilding zu verbessern. 

Die Vorteile liegen auf der Hand

Reisen erweitert bekanntlich den Horizont. Dem eintönigen Alltag entfliehen und neben der Arbeit dem Meeresrauschen zu lauschen? Freude an der Arbeit steigert auch die Motivation. Die Kreativität fließt, neue Projekte werden mit Tatendrang und Ehrgeiz in Angriff genommen. Oft lassen sich auch Erfahrungen, die während einer Reise gemacht werden, in das Berufsleben übertragen. 

Welche Nachteile es gibt

Das frischgebackene Arbeitsmodell ist nicht für jeden geeignet. Viele Menschen mögen einen bekannten Ablauf und fixe Strukturen. Bei einer Workation muss man stets flexibel bleiben und sich Gegebenheiten rasch anpassen. Wer damit Schwierigkeiten hat, sollte nochmal überdenken, ob das Konzept zu einem passt. Auch die Kommunikation innerhalb der Abteilung oder des Unternehmens kann darunter leiden. „Wann arbeitet der Workationer genau?“, „Wie schnell kann ich mit einer Antwort rechnen?“ – Fragen der Kollegen, die keine Seltenheit sind. Natürlich muss das Unternehmen einer Workation zustimmen und mit möglichen Herausforderungen umgehen können. 

Finde es heraus!

Bevor du jetzt schnell deinen nächsten Flug nach Costa Rica buchst, um die nächsten drei Monate vom Hotelstrand aus zu arbeiten, haben wir noch einen wertvollen Tipp für dich: Bei einem nahegelegenen, kürzeren Trip kannst du für dich herausfinden, ob dir das Arbeitsmodell auch wirklich gefällt. Das Arbeiten unter tropischen Bedingungen klingt anfangs verlockend, fällt aber nicht immer leicht. Mache also deine eigene Erfahrung und finde es heraus! Wenn es dir gefällt und dein Arbeitgeber auch keine Einwände hat, dann nichts wie los und erkunde die Welt bei einer Workation.