Spargel: Das Gemüse mit einer Fülle an gesunden Inhaltsstoffen

Vitamin C, Folsäure, Kalium und kalorienarm: Spargel ist in Österreich der Fixstarter in den Frühling. Was der Imunbooster sonst noch kann, liest du hier.

Frühlingszeit bedeutet für uns nicht nur wärmere Temperaturen, nein auch alle Foodies kommen voll auf ihre Kosten. Jedes Jahr fiebern wir auf die Spargelzeit hin. Egal, ob als Beilage zu Fleisch, Fisch, verarbeitet in einer cremigen Pasta oder in einem Risotto: Spargel ist von Mitte April bis Ende Juni in vielen heimischen Kühlschränken ein Fixstarter.

Uralte Heilpflanze

Kein Wunder, dass der Spargel schon in der europäischen Antike bei den Griechen als Heilmittel galt, denn der Verzehr hat so einige positive Begleiterscheinungen für unseren Körper. Da das Gemüse aus rund 95 Prozent Wasser besteht, wirkt es in Folge sehr harntreibend. Doch wozu ist das eigentlich gut? Gesteigerte Harnausscheidung dient dazu, dass Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt werden. Außerdem ist der Stängel reich an Vitamin A, E und C und schon mit einem halben Kilo des köstlichen Gemüses wird der Tagesbedarf an all diesen Vitaminen abgedeckt. Dank Kalium und Kalzium wirkt Spargel außerdem blutdrucksenkend und trägt zur Stabilität unserer Knochen bei. Genug Fakten geliefert, um auch die letzten Spargel-Gegner zu überzeugen?

Spargel richtig zubereitet

Bevor es für den Spargel in kochendes Wasser geht, sollte er geschält werden. Dies gilt insbesondere für die weiße Sorte. Ungeschälter Spargel kann aufgrund seines fasrigen Gewandes zu einem bitteren Geschmack führen. Den grünen Spargel kann man auch mit Schale vernaschen. Die Schale des Spargels kübeln? Nein! Die Schalen können ausgekocht werden und als Brühe und somit als Grundlage für leckere Suppen oder Risottos dienen.

Im nächsten Schritt sollte das holzige Ende (ca. 2 cm) mit dem Messer entfernt werden. Nun kann es für das Gemüse schon ins kochende Wasser oder in die Bratpfanne gehen. Je nach Durchmesser ist die Garzeit zwischen 10 und 20 Minuten. Einfach mit einer Gabel durchstechen und testen, ob das Gemüse weich ist.

Pro-Tipp: Eine Prise Zucker im Kochwasser, kann die bittere Note des Spargels im Handumdrehen verschwinden lassen.

Wie du deinen Spargel lagern solltest

Frischer Spargel sollte gleich nach dem Kauf aus der Verpackung genommen und in ein feuchtes Tuch eingewickelt werden. In einer feuchten Plastikverpackung kann sich schnell Schimmelpilz entwickeln. Ist das einmal passiert, sollte der Spargel nicht mehr verspeist werden. Aufgrund des hohen Wassergehalts des Spargels, kann es schnell passieren, dass sich der Schimmel im gesamten Stängel verteilt. Deshalb gleich weg mit der Verpackung, ab ins feuchte Tuch und im Gemüsefach deines Kühlschrankes verstauen. Die Stängel solltest du spätestens 4 Tage nach dem Kauf verarbeiten.

Tipp: Du möchtest länger etwas vom köstlichen Spargel haben? Kein Problem! Du kannst ihn ganz einfach einfrieren. Achte nur darauf, dass du weißen Spargel davor schälst und ihn vom holzigen Ende befreist. Den geschälten Spargel kannst du nun in einen Gefrierbeutel geben und im Tiefkühler bis zu 8 Monate problemlos lagern.

Die Vielfalt des Saisongemüses

Petersilienkartoffeln, Sauce Hollandaise und gekochter Spargel: Ein Traum-Trio und der absolute Klassiker unter den Rezepten. Doch wie wäre es mit ein wenig Abwechslung? Denn mit dem bunten Gemüse kann noch so viel mehr angestellt werden.

Wie klingt beispielsweise gebratener, grüner Spargel auf Flammkuchen oder eine cremige Spargel-Sahne-Sauce zu italienischen Gnocchi in deinen Ohren?

Na, auf den Geschmack gekommen? Wir zeigen euch jetzt, wie es geht!

Um Schimmel zu vermeiden, solltest du den frisch gekauften Spargel gleich aus der Plastikverpackung nehmen und in ein feuchtes Tuch einwickeln

Knuspriger Flammkuchen mit grünem Spargel

Dieser Flammkuchen ist im Handumdrehen zubereitet. Was du dafür benötigst?

2 Portionen

- 1 Flammkuchenteig

- Frischkäse

- Eine Hand voll sonnengereifter Tomaten

- Fetakäse

- 300 Gramm Spargel

Heize dein Backofen auf 180 Grad vor. Breite den Flammkuchenteig aus und bestreiche ihn mit Frischkäse, anschließend belegst du ihn mit Tomatenhälften, Fetakäse und Spargelstückchen. Nun geht es für den Flammkuchen bei 180 Grad für 15 Minuten in den Ofen.

Cremige Spargel-Sauce mit italienischen Gnocchi

Hier gibt es natürlich zwei Möglichkeiten: Entweder du besorgst dir fertige Gnocchi aus dem Supermarkt um die Ecke, oder du bereitest die kleinen Kartoffelleckereien selbst zu. 

Wir zeigen dir hier, wie es geht:

Du benötigst für die Gnocchi:

400 Gramm mehlig kochende Kartoffeln

65 Gramm griffiges Mehl

65 Gramm Grieß

Eine Prise Salz und Pfeffer

1 Ei

 

Gnocchi selber machen - so geht's!

Für die Gnocchi solltest du zunächst die Erdäpfel gar kochen. Danach die Schale abziehen und die noch warmen Kartoffeln durch eine Presse drücken. Nun fügst du Mehl, Grieß, Salz, Pfeffer und das Ei hinzu und vermengst alles zu einem Teig. Lasse ihn nun für eine Stunde ruhen. Danach kannst du einen Teil des Teigs nehmen, zu Rollen formen und kleine Stückchen abschneiden. Mit den Zinken der Gabel lassen sich die typischen Rillenmuster hineindrücken. Alle Gnocchi fertig geformt? Dann geht es ab ins siedende Wasser. Hier lässt du die Gnocchi bei mittlerer Hitze einige Minuten ziehen und anschließend in einem Sieb abtropfen.

Für die Sauce

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebel gemeinsam anrösten. Jetzt den Spargel hinzugeben und mit einer Gemüsebrühe ablöschen. Für einen besonders frischen Geschmack, kannst du Weißweinessig und Zitronenschale hinzufügen. Anschließend lässt du das Gemüse dünsten, bis es schön weich ist und löscht alles mit einem Schuss Schlagobers ab. Kräftig salzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern – et voilà!

Wir wünschen guten Appetit!