7 Tipps für perfekte Kekse

Adventzeit ist Kekszeit, aber auf was ist bei der Weihnachtsbäckerei zu achten? Nicola Fürle-Gruber, Meister-Konditorin von backebackekuchen in Salzburg, gibt uns Profitipps. Plus: Ein geheimes Familienrezept für Mohn-Apfel-Kekse.

Endlich ist er da, der langersehnte Advent, der das Ende dieses schwierigen Jahres 2020 einläutet. Langsam kommen wir in Weihnachtsstimmung und können unsere neuen Koch- und Backfähigkeiten, die wir uns im Lockdown angeeignet haben, voll und ganz in der Weihnachtsbäckerei unter Beweis stellen. Da trifft es sich besonders gut, dass heute, am 4. Dezember, offizieller Tag des Kekses ist. Wir haben mit einem Profi, der Meister-Konditorin Nicola Fürle-Gruber von backebackekuchen in Salzburg, über ihre Tipps und Tricks für die perfekten Kekse und Lebkuchen gesprochen und ihr ein Keksrezept aus Omas Zeiten entlockt. 

Nicola Fürle-Gruber, Meister-Konditorin von backebackekuchen in Salzburg
© backebackekuchen/Taro Ebihara

Weihnachtsgebäck statt Hochzeitstorten

Normalerweise zaubert Nicola ganzjährig wunderschöne Hochzeitstorten, die jede für sich ein eigenes Kunstwerk und eigentlich zu schade für den Anschnitt sind. Als Ein-Person-Unternehmen entstehen alle Bäckereien in Handarbeit und eng abgestimmt auf die Wünsche der Kunden. Ihre Torten sind unter verliebten Paaren so beliebt, dass man rund acht Monate im Voraus anfragen muss. Aber keine Sorge, in der Weihnachtszeit hat jeder die Chance, eine kleine Köstlichkeit von backebackekuchen zu erstehen. Als absoluter Weihnachtsfan produziert Nicola Kekse, Lebkuchen und Schokoladen per Hand, die bei ihr in der Backstube bestellt und abgeholt werden können. Auch Marmeladen, Liköre und Schnäpse von der Mama werden angeboten. 

© backebackekuchen/Taro Ebihara

© backebackekuchen/Taro Ebihara

© backebackekuchen/Taro Ebihara

© backebackekuchen/Taro Ebihara

7 Tipps vom Profi für die perfekten Kekse:

  1. In jeden Teig gehört eine Prise Salz als Geschmacksverstärker.

  2. Nur gute Produkte ergeben auch einen guten Teig. Deswegen beim Einkauf gerne zu den regionalen und biologischen Artikeln greifen!

  3. Mürbteig darf ruhig etwas länger gebacken werden, bis er schön goldbraun ist, damit er ein gutes Röstaroma bekommt.

  4. Lebkuchen wird schnell zu trocken. Gegenwirken kann man, indem man den Lebkuchen über mehrere Stunden in einem Behälter mit geschnittenen Äpfeln oder Orangen durchziehen lasst. Dadurch zieht er Feuchtigkeit und bekommt eine leicht fruchtige Note.

  5. Wenn ihr Kekse füllen möchtet, dann macht das am besten mit selbstgemachter Marmelade. Diese kann man auch bei Bauern oder kleinen Konditoreien kaufen. Nicola bietet zum Beispiel die Sorten Bratapfel, Weihnachtszwetschke, Quitte und Rotweinpreiselbeere an, die super zu weihnachtlichen Keksen passen.

  6. Kekse, aber insbesondere Lebkuchen, lassen sich gut verzieren. Dafür einfach eine Eiweißspritzglasur aus (pasteurisiertem) Eiweiß und Staubzucker erstellen und mit Lebensmittelfarbe einfärben. Erst die Außenlinie vorspritzen, dann die Glasur mit etwas Wasser verdünnen und die Flächen befüllen.

  7. Zu guter Letzt der vermutlich wichtigste Tipp: Nicht hudeln! Kekse backen ist etwas Schönes, insbesondere im Advent. Nehmt euch Zeit, genießt es und steckt viel Liebe und Herzblut in euer Tun. 

Das geheime Rezept von Oma: Mohn-Apfel-Kekse

Du hast genug von Vanillekipferl und co? Wie wäre es mal mit etwas Fruchtigem? Von der Oma weitervererbt und jetzt bei uns aufgeschrieben: Nicola verrät uns ein Familienrezept für leckere Mohn-Apfel-Kekse.

© backebackekuchen/Taro Ebihara

Zutaten: Das benötigst du:

·        200g Butter (kalt)

·        90g Staubzucker

·        1 Prise Salz

·        1 Prise Zimt

·        1 kleines Ei

·        200g Mehl

·        30g Maizena

·        50g Mohn (gemahlen)

·        Apfelmarmelade zum Füllen

·        150g Zucker vermischt mit 1TL Zimt zum Bestreuen

Zubereitung: Und so geht’s:

  1. Mehl und Maizena gemeinsam sieben und mit Mohn trocken mischen
  2. Butter, Staubzucker, Salz und Zimt in eine Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken grob vermengen (mit der Hand klappt das natürlich auch!).
  3. Ei dazugeben, kurz weiter kneten und danach die Mehl-Maizena-Mohnmischung dazu kippen. Weiterkneten bis sich der Teig vom Kesselrand löst.
  4. Den fertigen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem flachen Ziegel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt für ca. 1-2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.
  5. Danach so dünn wie möglich ausrollen und Kekse ausstechen. Schön sind Herzen, Sterne oder einfach ein runder Ausstecher.
  6. Auf ein Backblech mit Backpapier geben und im Ofen bei 180 Grad Umluft ca. 8-10 Minuten backen (Backzeit variiert von Ofen zu Ofen – die Kekse sollen leicht braun sein!)
  7. Während die Kekse backen den Zimtzucker vorbereiten. Dafür einfach Zucker und Zimt gut vermischen.
  8. Die Kekse sofort, wenn Sie aus dem Ofen kommen, mit Zimtzucker bestreuen (der Zucker bleibt nur dann auf den Keksen kleben, wenn man sie im heißen Zustand bestreut!)
  9. Auskühlen lassen und schlussendlich jeweils zwei Kekse mit der Apfelmarmelade bestreichen und zusammensetzen.
  10. Genießen!

© backebackekuchen/Taro Ebihara

Kekse lassen sich übrigens am besten in einer Dose aufbewahren und sollten kühl und trocken gelagert werden. Wir wünschen viel Spaß beim Nachbacken!

 

Du möchtest dieses Jahr an Weihnachten ein bisschen „wilder“ sein? Dann gibt’s bei unseren Kollegen der „Hohen Jagd & Fischerei“ ein Rezept für süße Wildschweinschmalznüsse.