• 14.-17. Jänner 2021
  • Messe Wien

Wie die dunkle Seite von Budapest Geschichte greifbar macht

 

Jedes Jahr entdecken immer mehr Touristen die Schönheit der ungarischen Hauptstadt. Aber dieser ehemalige Atombunker ist nach wie vor ein Geheimtipp.

© Hospital in the rock nuclear Bunker Museum

 

Jeder kennt die „helle Seite” Budapests. Die ehemalige Habsburger Hochburg fasziniert mit seiner lebendigen Kunst- und Kulturszene. Historische Gebäude, prächtige Paläste, römischen Ruinen aber auch osmanisch-türkischen Bäder sind Zeitzeugen einer geschichtlich reichen Vergangenheit.

 

Die „dunkle” Sehenswürdigkeit

Während also die „helle Seite” Budapests die meisten Touristen anlockt, gelten die „dunklen” Sehenswürdigkeiten als kleiner Geheimtipp. Ungarns Involvement im ersten und zweiten Weltkrieg hinterließ seine Spuren. Genau mit diesem dunklen geschichtlichen Bezug fasziniert das Felsenkrankenhaus-Atombunker-Museum (ungarisch Sziklakórház Múzeum), das unter dem Budaer Burgviertel zu finden ist.

 

© Hospital in the rock nuclear Bunker Museum

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verwandelte der ungarische Militärstab den Höhlenkomplex unter dem Burgviertel in einen Atombunker mit einem Krankenhaus, in dem die im Krieg verwundeten Soldaten und später die Revolutionäre des Ungarischen Volksaufstandes behandelt wurden. Ab 2002 wurde das Spital in ein Museum umgewandelt, das heute mit der größten Wachsfigurenausstellung Ungarns und teils originalen Einrichtungen die Geschichte des Krankenhauses und die Entwicklung der Militärmedizin erzählt.